Perlen-Knüpfen

Ein schimmerndes Hallo zu dir!

Ich möchte dir gerne über’s Perlen-Knüpfen berichten und dich gleich vorneweg einladen, mir alle Fragen zu stellen, die ich hier nicht beantwortet haben sollte. Es ist möglich, dass ich die Dinge, die mir vertraut sind ud die mir in Fleisch und Blut übergegangen sind, als selbstverständlich voraussetze und nicht bedenke, dass dich ganz speziell etwas interessiert. Dann melde dich bei mir und mach mich darauf aufmerksam. Ich beantworte deine Fragen.

Warum werden Knoten zwischen Perlen gesetzt?

Um sie zu schonen. Um zu verhindern, dass sie sich aneinander reiben. Damit würde die wertvolle Oberfläche langfristig Schaden nehmen. Du weisst, wie lange es braucht, bis eine Perle heranwächst und sich in ihrer einzigartigen Schönheit entfaltet. Es wäre zu schade, diesen Schatz nicht zu schützen und zuzulassen, dass er Schaden nimmt. Deshalb also die Knoten.

Eine Kette fällt ausserdem ungleich schöner und geschmeidiger, wenn sie geknotet ist. Das gilt nicht nur für Perlen. Auch Stein-Ketten, die geknüpft werden, fallen viel weicher.

Die Qualität des Fadens

ist für deine Kette mit entscheidend. Der Faden muss – ich sage bewusst nicht sollte –

  • von der Fadenstärke her genau auf das Bohrloch der Perle abgestimmt sein
  • farblich gut passen
  • von wirklich guter Qualität sein

Bitte achte gut darauf oder lass dich gut beraten.

Fäden sind nämlich nicht weniger kompliziert, als so manche Perlen-Diva. Da zaubern sich Knoten herein, die wirklich niemand gemacht hat, da spaltet sich der Faden in seine Bestandteile, da reisst einem dieser elende Faden doch tatsächlich mitten in der Arbeit. Und dann reisst auch schon mal ein strapazierter Geduldsfaden.

Aber, es ist wie im richtigen Leben, es hilft einfach nicht, die Flinte ins Korn oder den Faden ins Klo zu werfen. Atme durch und gib ihm noch eine Chance.

Wer schon Perlen geknüpft hat, weiss, wovon ich spreche. Fäden haben wirklich kein dickes Fell.

Wer noch nie Perlen geknüpft hat, darf sich davon aber nicht abschrecken lassen. Es gibt immer eine Lösung. Und wenn es nicht weitergeht, dann bleibt nur: Erneut durchatmen und neu beginnen. Sich bewusst machen, dass es eben nicht

wie von Zauberhand erschaffen

ist, sondern dass Gewusst-Wie dazugehört. Dass man das Knüpfen wirklich lernen muss und dass Übung den Meister macht.

Es gibt sie diese Talente, die sich hinsetzen, loslegen und ehe ich richtig geschaut habe, die ersten Perlen geknüpft sind und ich nichts daran auszusetzen habe. Ganz unbescheiden sage ich dir, dass ich auch dazu gehöre. Von Anfang an war das Knüpfen für mich kein grösseres Problem. Was natürlich nicht heisst, dass ich im Laufe der vielen Jahre, die ich knüpfe, nicht vor Herausforderungen stand. Das Gefühl, wenn die Kette fertig ist und nur noch der letzte Knoten fehlt und einem just in diesem Moment der Faden reisst, ja, das kenne ich. Oder du knüpfst wacker Perle für Perle und auf einmal lässt sich die nächste Perle nicht auf den Faden ziehen. Siehe da, da ist ein dicker fetter, satter und unlösbarer Knoten im Faden. Wie kam der denn da hin???? Natürlich weisst du, dass sich da irgendetwas verheddert hat, ohne dass du es gemerkt hast. Aber ich bin trotzdem jedes Mal fassungslos, wenn mir das passiert. Ja, mir passiert das auch.

Verschiedene Materialien treffen aufeinander

Wenn du eine Kette mit Verschluss knüpfst, macht es Sinn, den Faden vor dem Metall aus dem der Verschluss besteht, zu schützen. Dazu benutzt du Hohldraht, liebevoll auch Würmchen genannt. Hohldraht ist haarfeiner Draht, der zu einer Spirale gedreht wurde und sehr weich und geschmeidig ist und sich um die Oese des Verschlusses legt und so den Faden nicht direkt mit dem Metall in Berührung kommen lässt.

Die Reissgefahr wäre an dieser Stelle ohne Hohldraht besonders gross, denn gerade den Verschluss benutzen wir ja sehr oft. So ist es nur gut, dass da eine „Schutzschicht“ zwischen Faden und Metall angebracht wird.

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Es gibt ganz verschiedene Perlen-Knüpf-Techniken

Jede Technik ist anders. Ich mag nicht so gerne von Vorteilen oder Nachteilen sprechen. Für mich sind sie einfach unterschiedlich und ich entscheide nach Perle, welche Technik ich anwende.

Meistens knüpfe ich mit Faden mit integrierter Nadel. Die gibt es in allen Farben und Stärken und in verschiedenen Qualitäten.

Es gibt aber auch Spulen mit Perlseide. Davon kann man einen beinahe endlos langen Faden abschneiden und sehr lange Ketten knüpfen. Die könnten dann sogar ohne Verschluss geknüpft werden, da sie gut über den Kopf passen.

Mit einer Knüpf-Pinzette

führe ich den Faden ganz nah an die Perle und mache dann den Knoten, so dass der ganz dicht an der Perle zu liegen kommt und sie nicht hin und her rutscht. So geht das dann Perle für Perle.

Die andere Methode ist, mit doppeltem Faden zu knüpfen und den Knoten mit beiden Fäden zu machen und ebenfalls dicht an die Perle zu legen.

Wie gesagt, ich entscheide nach Perle, welche Knüpf-Art ich anwende. Bei sehr grossen Perlen nehme ich doppelten Faden, bei kleineren immer einfachen.

Weisst du,

welche Momente ich im Perlenknüpf-Kurs am meisten liebe?

Wenn es plötzlich ganz still wird in der Gruppe und jeder versunken in sein Tun ist und mit Hingabe Knoten für Knoten macht. Das sind die ganz leisen Augenblicke, die sich anfühlen wie tiefe Meditation. Da werde ich auch ganz still, um die Magie des Augenblicks voll geniessen zu können.

Ja, und irgendwann kommt es dann, ein plötzliches „oh nein!!!!“ oder „das darf doch nicht wahr sein!!“ oder ……. Na ja, du weisst schon, dieses Wort, was man nicht sagt und schreibt ;-).

Das ist dann der Moment, wo ich wieder zur Stelle bin und helfe, damit es weiter gehen kann. Und wenn es wirklich nicht weiter geht,  weil der Faden gerissen, der Knoten nicht lösbar oder der Hohldraht sich in seine Bestandteile aufgelöst hat, dann beginnen wir mit vereinten Kräften von vorne. Gemeinsam geht das meistens recht rasch und bald kommt dann wieder der nächste Moment voller Stille und der Fluss strömt wieder.

Manche Teilnehmerin weisst mich zu Beginn darauf hin, dass sie all das noch nie gemacht hat und nicht sicher ist, ob das auch was wird.
Sei beruhigt: Es ist noch immer etwas geworden. Und du bist in einem Kurs nicht in einem Leistungszentrum. Hier lernst du, was du noch nicht kannst und kannst dich im Tempo deiner eigenen Schritte entwickeln und fortschreiten.
Daher kommt übrignes Fortschritt: Du beginnst irgendwo deinen Weg und schreitest Schritt für Schritt fort Immer einen nach dem anderen. Lass dir deine Zeit. Ich bin für dich da und helfe dir sehr gerne.

Ich bin unglaublich glücklich, wenn meine Teilnehmer mit strahlenden Augen aus dem Kurs gehen und ich setze wirklich alles daran, dass das geschieht.

Erlebe die Freiheit von Kreativität

Ich lade dich dazu ein, deiner Kreativität freien Lauf zu lassen. In meinem Perlenknüpfkurs am 22. September 2018 wirst du lernen, entdecken, fühlen und dich begeistern:

  • Du entwirfst dein persönliches Schmuckstück: Eine Kette, Ohrhänger oder ein Armband
  • Du wählst dafür die Perlen aus, die perfekt zu dir passen
  • Du lässt dein einzigartiges Schmuckstück Wirklichkeit werden

Du erlebst, wie dein Wunderwerk Knoten für Knoten entsteht: Für dich. Von dir. Falls du glaubst, dass du das nicht kannst – vertrau mir. Du schaffst das und ich helfe dir mit meinem Können und Wissen bei jedem Schritt. Du lernst, wie du die Perlen knüpfst, einen tollen Verschluss einarbeitest und dein kostbares Unikat richtig pflegst. Um Material brauchst du dich nicht zu kümmern, ich bereite alles für dich vor.

Ich freue mich darauf, mit dir zu entdecken, was für verborgene Talente in der schlummern. Lass uns einander gegenseitig inspirieren. Zeig dich, wie du bist: Von Natur aus strahlend, einzigartig und bezaubernd – so, wie es dein Schmuckstück sein wird.

Wenn dich die Neugier oder die Lust gepackt hat, dich näher mit Perlen zu beschäftigen, melde dich zu einem Perlenknüpf-Kurs bei mir an. Im Kurs am 21. September 2019 und am 23. November 2019 sind noch Plätze frei.

Ich freue mich sehr auf dich.  Meld dich an.

Herzliche Grüsse
Christine

Juni 2019

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Dass die Kette schöner fließt, wenn sie geknüpft wird, macht natürlich Sinn. Gewusst habe ich es aber nicht. Jetzt bin ich wieder ein bisschen schlauer geworden. Danke, Christine! 🙂 Das mit dem Faden … da musste ich daran denken, wie mir beim Bau meiner Trommel die Lederschnüre immer wieder gerissen sind. Das war wirklich kein Spaß! Beim Perlen knüpfen muss mann wenigstens nicht noch mit nassen Händen ziehen wie ein Wahnsinniger. 😉 Ich bin gespannt auf weitere Artikel aus der Schmuckwerkstatt!

Antworten

    Liebe Anne, schön, dass dir was Neues über den Weg gelaufen ist. Ja, ziehen wie wahnsinnig wäre eher ungünstig. Ich sage zu meinen Kursteilnehmerinnen immer sie sollen “mit liebevoller Gewalt” am Faden ziehen. Will heissen schonend, aber dennoch so, dass die Knoten schön werden.
    Herzliche Grüsse

    Antworten

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